Deutschlands Genossenschaftsbanken reagieren mit weitreichenden Maßnahmen auf mindestens fünf spektakuläre Krisenfälle in ihren Reihen. Wie der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) am Dienstag auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt mitteilte, sollen insgesamt 46 Maßnahmen das System stabiler machen. „Es war dringend erforderlich, dass wir Konsequenzen aus den Sanierungsfällen in jüngerer Vergangenheit ziehen“, sagte Verbandspräsidentin Marija Kolak. Es seien Fälle gewesen, in denen Institute Risiken nicht richtig eingeschätzt oder Kontrollmechanismen nicht funktioniert hätten. Zwar habe man die betreffenden Banken mit der starken Institutssicherung ohne Schwierigkeiten auffangen können. Dennoch belaste jeder Sanierungsfall die Solidargemeinschaft der Volksbanken – und wenn offensichtliches Missmanagement zugrunde liege, sei dies besonders ärgerlich. Genossenschaftsbanken versprechen, sich im Krisenfall gegenseitig aufzufangen, damit weder der Staat noch die Kunden darunter leiden müssen. Das hatte einige Institute aber wohl dazu verleitet, teils aberwitzige Risiken einzugehen.
GenossenschaftenVolksbanken geben sich strengere Regeln
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Die Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland haben so viel verdient wie noch nie. Dennoch belasten einzelne Krisenfälle die Gruppe. Nun sollen die internen Kontrollen deutlich verschärft werden.
Von Meike Schreiber, Frankfurt
