Verkehr - Wiesbaden:216 E-Scooter-Unfälle mit Verletzten in Niedersachsen

Bremen
E-Scooter liegen auf einem Gehweg. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Wiesbaden/Hannover (dpa/lni) - Bei insgesamt 216 Unfällen mit E-Scootern in Niedersachsen sind im vergangenen Jahr Menschen verletzt worden. Tödliche Unfälle gab es nicht, dafür aber 27 Schwer- und 200 Leichtverletzte, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Erstmals lägen - vorläufige - Unfallzahlen für ein Jahr vor. In Bremen gab es 25 Unfälle, dabei wurden 5 E-Scooter-Fahrer schwer verletzt, 20 erlitten leichte Verletzungen. Die häufigste Unfallursache war Alkohol mit einem Anteil von 18,3 Prozent. Auch wurden die E-Scooter oft auf Gehwegen gefahren - und das auch noch häufig zu schnell.

Bundesweit registrierte die Polizei 2020 insgesamt 2155 Unfälle mit E-Scootern, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden. Dabei kamen 5 Menschen ums Leben, 386 wurden schwer verletzt, 1907 leicht. Mehr als 80 Prozent dieser Verunglückten waren selbst mit dem E-Scooter unterwegs, wie das Bundesamt mitteilte. Die meisten E-Scooter-Unfälle mit Toten oder Verletzten gab es in Nordrhein-Westfalen (566) und Bayern (334), die wenigsten in Mecklenburg-Vorpommern (16) und Thüringen (11).

Der Auswertung zufolge waren die Scooter-Fahrer, die in einen Unfall verwickelt waren, meist jünger: Im vergangenen Jahr waren 76 Prozent von ihnen jünger als 45 Jahre, 33,7 Prozent jünger als 25 Jahre. Insgesamt spielten die Elektrofahrzeuge allerdings keine große Rolle im Unfallgeschehen: 2020 registrierte die Polizei 264 000 Unfälle mit Personenschaden - nur an 0,8 Prozent davon war ein E-Scooter-Fahrer beteiligt.

© dpa-infocom, dpa:210326-99-979537/2

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