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Verkehr - Wasbek:Neuer Solarpark soll Ökostrom ins Bahnnetz einspeisen

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Solar-Module stehen in einem Energie-Park. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Berlin/Kiel (dpa) - Ein neuer Solarpark in Schleswig-Holstein soll künftig Ökostrom für die Deutsche Bahn produzieren. Die Anlage werde auf einer Fläche der Größe von rund 70 Fußballfeldern in Wasbek bei Neumünster entstehen, teilte die Bahn am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit. "Erstmals speisen wir Solarstrom direkt in das Bahnstromnetz ein", hob Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla hervor.

Die Wasbeker Module mit einer Nennleistung von 42 Megawatt sollen jährlich etwa 38 Gigawattstunden Energie erzeugen. Insgesamt verbraucht die Bahn nach eigenen Angaben jährlich etwa 10 000 Gigawattstunden, etwa so viel wie die Stadt Hamburg.

Die Landesregierung in Kiel lobte die Entscheidung der Bahn. "Direkter Ökostrom für emissionsarmen Verkehr auf der Schiene - das ist ein Best-Case-Szenario der Energie- und Mobilitätswende", sagte Umwelt- und Energieminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) der dpa. "Es ist vorbildlich, dass die Deutsche Bahn diesen Weg geht. Das Beispiel zeigt, welch wichtige Rolle Solarenergie im echten Norden spielt."

Von einem wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele im Verkehrssektor sprach Verkehrsminister Bernd Buchholz. "Die Deutsche Bahn stellt mit dieser geplanten Maßnahme eindrucksvoll dar, wie umweltfreundliches Reisen mit der Bahn tatsächlich weiter umgesetzt wird", sagte der FDP-Politiker.

Gebaut werden soll der Solarpark vom Hamburger Unternehmen Enerparc AG. Einen Termin für den Baubeginn gibt es noch nicht, die behördlichen Freigaben stehen nach Bahnangaben noch aus. Ziel sei es, in diesem Jahr zu beginnen. Das bundeseigene Unternehmen will seinen Ökostrom-Anteil steigern. 2018 lag er bei 57 Prozent, 2038 soll nur noch Ökostrom verbraucht werden.

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