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Verkehr - Pastetten:"Lärmschutzgipfel" im Isental: Anwohner hoffen auf Schutz

Bayern
Autos und LKW fahren über die Autobahn A94. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Rattenkirchen (dpa/lby) - Knapp dreieinhalb Monate nach der Eröffnung des 33 Kilometer langen Teilabschnitts der A94 zwischen Pastetten und Heldenstein kommt das Isental nicht zur Ruhe. Im Gegenteil - wegen des Lärms von Autos und Lastwagen wollen sich heute (14.00 Uhr) im unweit der Strecke gelegenen Rattenkirchen (Landkreis Mühldorf am Inn) Anwohner beim "Lärmschutzgipfel" mit Behördenvertretern über Möglichkeiten für einen besseren Lärmschutz diskutieren. Das Treffen geht zurück auf eine Einladung der beiden örtlichen CSU-Abgeordneten im bayerischen Landtag, Ex-Umweltminister Marcel Huber, und im Bundestag, Innenstaatssekretär Stephan Mayer.

Die Isentalautobahn wurde im vergangenen September eröffnet und soll die Verbindung zwischen München und Passau verbessern, Umweltschützer und Anwohner hatten zuvor mehr als drei Jahrzehnte gegen den Bau gekämpft. Die Anwohner klagen wegen der täglich mehr als 20 000 Fahrzeuge über eine immense Lärmbelastung und fordern mehr Schutzmaßnahmen wie einen anderen Bodenbelag und Schallschutzwände.

Dagegen scheint ein von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kürzlich angekündigtes Tempolimit von 120 km/h für bestimmte Abschnitte auf der Autobahn nur bedingt die erhitzten Gemüter zu beruhigen. Mehr als 15 800 Menschen unterzeichneten etwa eine Petition gegen ein Tempolimit, Anwohner klagen zudem, dass der größte Lärm von Lastwagen komme und die dürften ohnehin nur 80 Stundenkilometer fahren.

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