Süddeutsche Zeitung

Verkehr - Langwedel:Bahn steckt Millionen in den Lärmschutz

Hamburg/Hannover (dpa/lni) - Etwa 13,4 Millionen Euro haben der Bund und die Deutsche Bahn im vergangenen Jahr in Niedersachsen in den Lärmschutz investiert. Dafür seien rund neun Kilometer neue Schallschutzwände errichtet worden, teilte die Bahn am Dienstag mit. Zudem seien an 142 Wohnungen passive Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt worden - das können Lärmschutzfenster oder in Einzelfällen die Dämmung von Wänden und Dach sein. Schwerpunkte waren an der Strecke Wunstorf-Bremerhaven in Langwedel und Axstedt. Im laufenden Jahr soll der Lärmschutz an der Strecke Oldenburg-Bremen in Hude sowie an der Strecke Hannover-Altenbeken in Ronnenberg-Empelde verbessert werden.

Für 2019 und die folgenden Jahre sind nach Angaben der Bahn zunächst Lärmschutzmaßnahmen auf einer Strecke von insgesamt gut 44 Kilometern geplant, darunter in Osterholz-Scharmbeck, Oldenburg Ost und Uelzen Süd. Darüber hinaus sind neue schalltechnische Untersuchungen etwa in Bad Münder oder Hannover vorgesehen.

Von 2001 bis Ende 2018 flossen nach Angaben der Bahn mehr als 211 Millionen Euro in Niedersachsen in den Lärmschutz, eine Gesamtstreckenlänge von 513 Kilometern wurde demnach lärmsaniert. Schallschutzwände mit einer Länge von 153,2 Kilometern seien errichtet, 4520 Wohnungen gedämmt worden. Diese Maßnahmen sind Teil des Programms "Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes" - für Niedersachsen sind insgesamt 169 Projekte mit rund 777 Kilometern Streckenlänge vorgesehen.

Ziel ist, den Schienenverkehrslärm an Deutschlands Strecken bis 2020 zu halbieren. Dafür sei auch ein Großteil der Güterwagen umgerüstet worden, damit sie leiser rollen.

Bestens informiert mit SZ Plus – 14 Tage kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
Direkt aus dem dpa-Newskanal