Vergnügungspark in der Krise:Milliarden-Plan soll Disneyland Paris retten

-

Muss sich Mickey Maus bald einen neuen Job suchen? Zumindest ist sein Arbeitgeber, das Disneyland Paris, in finanzieller Not

(Foto: Thomas Samson/AFP)
  • Das US-Mutterhaus The Walt Disney Company steckt Hunderte Millionen in Disneyland Paris. Der Freizeitpark ist in finanzieller Not.
  • Nach Bekanntgabe des Krisenplans stürzte die Aktie von Euro Disney am Vormittag zeitweise um mehr als 20 Prozent ab.

Eine Milliarde für den Freizeitpark

Der Vergnügungspark Disneyland Paris muss mit einem Milliarden-Notplan durch sein Mutterhaus gerettet werden: Rund 420 Millionen Euro werden durch das US-Mutterhaus The Walt Disney Company direkt zur Verfügung gestellt, teilt die Betreibergesellschaft Euro Disney mit (PDF). Weitere 600 Millionen Euro Schulden würden in Anteile umgewandelt. Der Präsident von Euro Disney, Tom Wolber, machte das schwierige wirtschaftliche Umfeld in Europa für die Krise verantwortlich. Der Konzern macht seit Jahren Verluste.

Immer weniger Menschen besuchen Disneyland Paris

Der Freizeitpark rund um Mickey Mouse in Marne-la-Vallée bei Paris zählt zu den wichtigsten Touristenattraktionen in Frankreich. Er schreibt seit vielen Jahren rote Zahlen. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 war die Besucherzahl erneut auf zwischen 14,1 und 14,2 Millionen zurückgegangen. Im Vorjahr war die Besucherzahl auf 14,9 Millionen gesunken, nachdem im Jubiläumsjahr 2012 zum 20. Geburtstag ein Rekord von 16 Millionen Besuchern vermeldet worden war. Das Unternehmen hatte 2013 vor allem das Ausbleiben französischer Gäste beklagt. Es hat mittlerweile einen Schuldenberg von 1,75 Milliarden Euro aufgehäuft.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema