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Vergleich:Daimler zahlt zwei Milliarden

Mit einer Zahlung von mehr als zwei Milliarden Euro will der Autobauer Daimler seine laufenden Diesel-Rechtsstreitigkeiten mit Behörden und Zivilklägern in den USA beilegen. Der Konzern teilte am Donnerstag mit, er habe mit verschiedenen US-Behörden und den Klägervertretern einer Verbraucher-Sammelklage Grundsatzeinigungen über die Beilegung der verschiedenen Verfahren erzielt. Für die Vergleiche mit den US-Behörden erwarte Daimler Kosten von etwa 1,3 Milliarden Euro, die geschätzten Kosten für die Beilegung der Sammelklage lägen bei knapp 600 Millionen Dollar. Weitere Aufwendungen, um Anforderungen aus den Vergleichen zu erfüllen, schätzt Daimler auf einen mittleren dreistelligen Millionen-Betrag. Die Vergleiche, denen Vorstand und Aufsichtsrat bereits zugestimmt hätten, stünden noch unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden und Gerichte. Trotz der Einigung wird der Dieselabgas-Skandal den Konzern auch in den USA weiter beschäftigen: Die strafrechtlichen Ermittlungen, die dort seit 2016 laufen, sind von den Vergleichen nicht betroffen. Hier könnten weitere Strafzahlungen folgen.

© SZ vom 14.08.2020 / SZ
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