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Vereinigte Staaten:Neuer US-Außenminister bekommt 180 Millionen Dollar Abfindung

FILE PHOTO: Chairman and chief executive officer Rex W. Tillerson speaks at a news conference following the annual shareholders' meeting of ExxonMobil in Dallas

Um Interessenkonflikte zu vermeiden hat Tillerson mit seinem Ex-Arbeitgeber ein millionenschweres Rücktrittspaket ausgehandelt.

(Foto: REUTERS)
  • Exxon Mobil kappt nach eigenen Angaben alle finanziellen Bindungen zum bisherigen Chef Rex Tillerson.
  • Dieser erhält dafür ein millionenschweres Rücktrittspaket, das Interessenkonflikte verhindern soll.

Gut drei Wochen ist es her, dass der designierte US-Präsident Donald Trump seinen Kandidaten für das Außenministeramt bekanntgab: Rex Tillerson. Dieser war lange Zeit Chef des Ölkonzerns Exxon Mobil, einem der größten Unternehmen der Welt.

Um Interessenkonflikte zu vermeiden hat Tillerson mit seinem Ex-Arbeitgeber nun ein millionenschweres Rücktrittspaket ausgehandelt. Das Abkommen sieht vor, dass der Wert von zwei Millionen Exxon-Aktien, die Tillerson in den nächsten zehn Jahren zugestanden hätten, in einen unabhängig verwalteten Treuhandfonds eingebracht wird. Nach aktuellem Kurs entspricht dies etwa 180 Millionen Dollar (173 Millionen Euro). Dafür werden nach Angaben des Ölkonzerns alle finanziellen Verbindungen zum langjährigen Vorstandschef gekappt.

Tillerson verzichtet zudem laut ExxonMobil auf Bonuszahlungen von 4,1 Millionen Dollar, die ihm in den kommenden drei Jahren zugestanden hätten, sowie andere Bezüge. Sollte der US-Senat Trumps Kandidaten für das Außenministerium zustimmen, würde der 64-Jährige außerdem alle seiner derzeit über 600 000 Exxon-Aktien verkaufen.

Der Ölmanager war Ende Dezember als Vorstandschef zurückgetreten. Er war mehr als 40 Jahre lang für das Unternehmen tätig. Für die kommende Woche ist seine Anhörung im US-Senat geplant. Tillerson ist umstritten. Er hat bislang keinerlei politische Erfahrung. Zudem sehen viele Beobachter in den USA seine engen Geschäftsbeziehungen zu Russland sowie seine Freundschaft mit Präsident Wladimir Putin kritisch.

© SZ.de/dpa/hgn/jps

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