Verdacht auf Geldwäsche Griechischer Abt unter Hausarrest

Durch einen dubiosen Immobilien-Deal sollen die Mönche eines griechischen Klosters mehr als 100 Millionen Euro eingestrichen haben. Nun hat die Polizei den Abt unter Hausarrest gesetzt.

Die griechische Polizei hat den Abt eines Klosters auf dem berühmten Berg Athos festgenommen und in seiner Klosterzelle unter Hausarrest gesetzt. Abt Ephraim und die Mönche des 1000 Jahre alten Vatopedi-Klosters sollen in einem undurchsichtigen Immobilien-Handel mit einer früheren griechischen Regierung mehr als 100 Millionen Euro eingestrichen haben.

Abt Ephraim (Archivfoto) aus dem griechischen Vatopedi-Kloster ist festgenommen worden.

(Foto: dpa)

Die Polizei nahm den Abt bereits am Samstag auf dem Klostergelände fest, berichten griechische Radiosender am Sonntag. Der Abt hatte versprochen, sich freiwillig zu stellen, doch die Behörden befürchteten wohl Fluchtgefahr. Wegen seines schlechten Gesundheitszustands soll der Mönch aber erst nach den Weihnachtsfeiertagen in ein Gefängnishospital verlegt werden. Er ist in seiner Zelle unter Hausarrest.

Dem Abt und 31 weiteren Verdächtigen soll wegen Geldwäsche der Prozess gemacht werden. Bei dem Landtausch-Geschäft ging es um einen See, der dem Kloster vermutlich gar nicht gehörte. Er wurde gegen Ländereien bei Athen sowie in anderen touristisch entwickelten Regionen getauscht.

Der Skandal erschütterte die damals regierende konservative Regierung. Das Kloster folgt strengen Regeln. Frauen und weiblichen Tieren ist der Zutritt verboten.