bedeckt München

Verband:Neuer BDI-Chef kritisiert Investitionsstau

Der am Montag gewählte BDI-Präsident Siegfried Russwurm macht in der öffentlichen Infrastruktur und bei der Digitalisierung einen erheblichen Nachholbedarf aus. Hier brauche es Investitionen, sagte der langjährige Siemens-Vorstand, der Anfang 2021 an die Spitze des Industrieverbandes rückt. Russwurm, 57, wurde in geheimer Abstimmung ohne Gegenstimmen gewählt, wie der Bundesverband der

Deutschen Industrie mitteilte.

Vor allem bei der Digitalisierung seien viele Staaten weiter als Deutschland. Die entscheidende Frage für die Politik laute daher: "Wie kommen wir da endlich in die Pötte?" In Summe seien große Zahlen als Investitionen nötig. "Das schreckt mich aber nicht." Sie würden sich lohnen. Russwurm folgt beim BDI auf Dieter Kempf. Russwurm war von 2008 bis 2017 im Siemens-Vorstand und dort für Industriethemen zuständig. Bei Thyssenkrupp ist er seit Oktober 2019 Aufsichtratschef. Er trat dort die Nachfolge von Martina Merz an, die Vorstandsvorsitzende des kriselnden Konzerns wurde. Außerdem führt er den Aufsichtsrat von Voith.

© SZ vom 01.12.2020 / Reuters
Zur SZ-Startseite