An diesem Wochenende endete eine Reihe von Treffen, bei denen Vertreter des europäischen Verbunds immer wieder die Köpfe zusammensteckten, buchstäblich. Die Begegnungen gestalteten sich respektvoll, aber rau, regelmäßig bluteten ohnehin vernarbte Ohren. Engländer, Waliser und Schotten beharkten einander, die Iren waren auch dabei, dazu Italiener und Franzosen – die Länder des Vereinigten Königreichs mögen nicht mehr in der EU sein, geblieben immerhin ist ihnen die Teilnahme am jährlichen Rugby-Turnier der „Six Nations“.
Großbritannien zwischen USA und EUIn der Schwäche liegt die Kraft
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Großbritannien hat kaum noch Industrie, und am Zwist zwischen EU und USA muss sich Keir Starmer (li.) auch nicht beteiligen. Das verschafft den Briten gerade Ruhe vor Donald Trump.
Carl Court/ReutersInmitten des globalen Handelsstreits ist ein Staatsmann auffallend unaufgeregt: der britische Premier Keir Starmer. Er sitzt bequem zwischen den Stühlen, seine Briten profitieren sowohl von Trumps Nachsicht als auch von ihrer Unabhängigkeit in Europa. Noch.
Von Martin Wittmann
