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US-Wahlen 2020:Das Trump-Paradox

Donald Trump wird wiedergewählt? Das ist eine Vorstellung, die in Europa oft immer noch Fassungslosigkeit hervorruft. Aber Vorsicht vor Illusionen.

(Foto: SAUL LOEB/AFP)

Er versagt in der Corona-Pandemie, und der Handelskrieg gegen China bleibt erfolglos. Trotzdem geht es einer Mehrheit der Amerikaner finanziell besser als vor vier Jahren.

In gewisser Hinsicht, das muss man wohl sagen, hat Donald Trump einfach nur Pech gehabt. Hätte die US-Präsidentschaftswahl statt im November 2020 ein Jahr früher stattgefunden, weil es der Wahlkalender so gewollt hätte, wäre der Amtsinhaber mitnichten als Außenseiter ins Rennen gegangen, sondern säße heute vielleicht gefestigter denn je im Weißen Haus. Trump? Wiedergewählt? Das ist eine Vorstellung, die angesichts seiner zahllosen Fehltritte und Eskapaden gerade in Europa oft immer noch Fassungslosigkeit hervorruft. Was in Berlin und Paris, Rom und Madrid aber gern unterschätzt wird, ist, dass viele US-Bürger bis zum Ausbruch der Corona-Krise mit dem 45. Präsidenten ihres Landes wirtschaftlich und finanziell ziemlich gut gefahren waren - ein im Einzelfall zwar vielleicht nicht ausreichendes, aber doch ziemlich gutes Wiederwahlargument.

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