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US-Technologiebörse:Handel an der Nasdaq für mehrere Stunden unterbrochen

Commuters pass by the NASDAQ Marketsite in New York

US-Technologiebörse Nasdaq: Handel unterbrochen

(Foto: Reuters)

Drei Stunden Stillstand: An der US-Technologiebörse Nasdaq wurde der Handel vorübergehend gestoppt. Inzwischen scheint das Problem gelöst, die Geschäfte laufen wieder. Offenbar war eine Computerpanne schuld - nicht die erste für Nasdaq.

Technische Probleme haben den Handel an der US-Technologiebörse Nasdaq für etwa drei Stunden lahmgelegt. Der Börsenbetreiber machte eine Panne beim sogenannten Securities Information Processor für die Unterbrechung verantwortlich. Dabei handelt es sich um eine Art Schnittstelle, über die Aktienkurse mit anderen Börsenplätzen ausgetauscht werden.

Gegen 12:15 Uhr (Ortszeit, 18:15 Uhr MESZ) kamen in New York alle Nasdaq-Geschäfte mit Aktien und Aktienoptionen zum Erliegen:

Als Folge stellten auch andere Börsen ihren Handel mit am Nasdaq gelisteten Aktien ein. Gegen 15:25 Uhr (21:25 Uhr) wurde der Handel wieder aufgenommen.

Die US-Börsenaufsicht SEC beobachtete nach eigenen Angaben die Situation, auch US-Finanzminister Jack Lew wurde über die Probleme mit dem Nasdaq unterrichtet. Der Index umfasst mehr als 3000 Unternehmen, darunter Branchenriesen wie Apple, Google und Facebook.

In der Vergangenheit ist der Nasdaq mehrfach mit Computerpannen aufgefallen. Beim Börsengang des sozialen Onlinenetzwerks Facebook im Mai 2012 konnte das System den vielen Aufträgen nicht standhalten.

Zehntausende Bestellungen konnten mehr als zwei Stunden lang nicht ausgeführt werden. Wegen der Panne hatte die SEC eine Strafe von zehn Millionen Dollar (7,5 Millionen Euro) gegen den Börsenbetreiber Nasdaq OMX verhängt.

© Süddeutsche.de/Reuters/dpa/AFP/kjan/liv

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