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Rede von US-Notenbankchef Bernanke:Federal Reserve wird wohl noch mehr Geld drucken

Wann die amerikanische Notenbank handeln wird, ist noch unklar. Aber jetzt gibt es kaum noch Zweifel: Die Federal Reserve wird bald noch mehr Geld drucken, um den Aufschwung in den Vereinigten Staaten zu stärken.

Jetzt gibt es kaum noch Zweifel: Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) wird demnächst noch mehr Geld drucken, um den Aufschwung in den Vereinigten Staaten zu stützen. In einer mit Spannung erwarteten Rede beim geldpolitischen Symposium in Jackson Hole im Bundesstaat Wyoming verteidigte Ben Bernanke den bisherigen Kurs der Fed gegen Kritik aus der Wissenschaft.

Bernanke  arrives at the Federal Reserve Bank of Kansas City Economic Policy Symposium in Jackson Hole, Wyoming

Geldschwemme aus Amerika: In einer mit Spannung erwarteten Rede beim geldpolitischen Symposium in Jackson Hole in Wyoming verteidigte Ben Bernanke den bisherigen Kurs der Fed gegen Kritik aus der Wissenschaft.

(Foto: REUTERS)

Ohne die "nichttraditionelle Geldpolitik", also im Wesentlichen den Kauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren, wäre die Rezession schwerer und der Aufschwung noch schwächer ausgefallen, sagte der Präsident der Notenbank. Die Federal Reserve hat in der Krise ihre Bilanzsumme verdreifacht, was einer entsprechenden Geldschöpfung entspricht.

Er beklagte, dass die Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten immer noch höher ist, als die Fed gehofft hatte. Die Fed werde "die Geldpolitik lockern, um stärkeres Wirtschaftswachstum zu fördern und eine nachhaltige Besserung des Arbeitsmarktes bei stabilen Preisen zu erreichen", sagte Bernanke wörtlich. Wann die Fed handeln wird, ist unklar. Der Offenmarktausschuss der Notenbank, der über diese Fragen entscheidet, trifft sich am 13. September wieder.