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US-Klimapolitik:Kampf um Kohlejobs

Dagegen setzte sich Calpine, ein Stromversorger aus Texas mit einem vergleichsweise umweltfreundlichen Kraftwerkspark ausdrücklich für ehrgeizige Klimaziele ein. Derek Furstenwerth, der Umweltdirektor des Unternehmens, sagte: "Die EPA sollte etwas vorschlagen, das zu bedeutenden Reduktionen (von CO₂) führt." Die politische Brisanz liegt für Obama darin, dass sich die Emissionen von Kohlendioxid auf einige Bundesstaaten konzentrieren: Kentucky, Wyoming, West Virginia, Indiana und North Dakota.

In West Virginia kämpft die Demokratin Natalie Tennant darum, einen der beiden Senatssitze des Kohlestaates für ihre Partei zu retten. Tennant setzte sich daher mit harten Worten von Obama ab: "Ich werde Präsident Obama und jeden anderen bekämpfen, der versucht, unsere Kohlejobs zu gefährden." Auch in Kentucky lehnt die demokratische Kandidatin Alison Lundergan Grimes die Klimapolitik Obamas ab. Dagegen drängen die Demokraten aus anderen Bundesstaaten, vor allem aus Kalifornien, den Präsidenten zu einer entschlossenen Klimapolitik. Gegner des Projekts könnten versuchen, die neue Verordnung vor Gericht zu stoppen.

Auch zwischen den Unternehmen gibt es riesige Unterschiede. Nach einem Bericht der Umweltorganisation Ceres erzeugen ganze fünf Stromversorger 25 Prozent der CO₂-Emissionen aus US-Kraftwerken: American Electric Power (AEP), Duke Energy, Southern Company, NRG, und die Tennessee Valley Authory.

© SZ vom 03.06.2014/mike/lala

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