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Unternehmen - Rheda-Wiedenbrück:Tönnies weist Vorwürfe des Landkreises zurück

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Clemens Tönnies, Geschäftsführer der Tönnies-Holding, verlässt die Firmenzentrale. Foto: David Inderlied/dpa (Foto: dpa)

Rheda-Wiedenbrück (dpa) - Fleisch-Unternehmer Clemens Tönnies hat die Vorwürfe des Landkreises Gütersloh zurückgewiesen, bei der Beschaffung der Wohnadressen von Mitarbeitern unkooperativ gewesen zu sein. "Wir haben datenschutzrechtliche Probleme", sagte Tönnies am Samstag bei einer Pressekonferenz in Rheda-Wiedenbrück. Laut Werkvertragsrecht dürfe das Unternehmen die Adressen der betreffenden Arbeiter nicht speichern.

Unternehmenssprecher André Vielstädte erklärte, dass das Unternehmen aufgefordert worden sei, alle Adressdaten der Beschäftigten im Werkvertrag an die Behörden zu melden. "Diese Aufforderung wurde umgehend an alle Dienstleister weitergegeben." Ein Teil der vielen Adressdaten habe auf diese Weise kurzfristig übergeben werden können. Einige Dienstleistungsunternehmen hätten jedoch große datenschutzrechtliche Bedenken geäußert und seien nicht bereit gewesen, ohne eine schriftliche Anforderung die Daten herauszugeben. "Nachdem diese schriftliche Anforderung der Behörde vorlag, konnten auch die noch ausstehenden Adressen umgehend der Behörde übergeben werden."

Der Landkreis Gütersloh hatte am Nachmittag angegeben, große Schwierigkeiten bei der Beschaffung der Adressen gehabt zu haben. Nachdem am Freitagvormittag immer noch 30 Prozent der Adressen gefehlt hätten, hätten sich der Kreis Gütersloh und der Arbeitsschutz in der Nacht zum Samstag Zugriff auf die Personalakten der Firma Tönnies verschafft. "Das Unternehmen hatte es nicht geschafft, uns alle Adressen zu liefern", sagte Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU). Die Behörden seien gemeinsam am Freitagabend in die Konzern-Zentrale gegangen. Am Samstagmorgen um 01.30 Uhr sei man fertig gewesen. "Das Vertrauen, das wir in die Firma Tönnies setzen, ist gleich Null. Das muss ich so deutlich sagen", sagte der Leiter des Krisenstabes, Thomas Kuhlbusch.

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