Unkonventionelle Fördermethoden Wie aus Teersand Öl wird

Bohren, Schleudern, Abschöpfen: In teuren und aufwendigen Verfahren gewinnen Konzerne Öl aus Teersand. Die interaktive SZ-Grafik zeigt die verschiedenen Abbaumethoden und die Verarbeitung.

Der technische Fortschritt eröffnet dem Menschen oft neue Wege, wo die herkömmlichen schon ausgeschöpft sind. So auch beim Öl: Weil konventionelle Bohrlöcher wie am Arabischen Golf irgendwann versiegen, sollen neue Fördermethoden die alten Quellen ersetzen.

Diese aufwendigen Methoden rentieren sich erst seit zehn Jahren - seit der Ölpreis so hoch ist, dass sich auch die Erschließung so genannter unkonventioneller Ölquellen lohnt. Die Gewinnung von Öl aus Teersand ist eine dieser Techniken.

Süddeutsche.de und Le Monde sind Medienpartner von Arte für das Doku-Game "Fort McMoney". Wer mitspielt, bestimmt mit: Er übernimmt die Rolle der Einwohner von Fort McMurray in Kanada, ihren Zwiespalt zwischen Wirtschaftsboom einerseits, sozialen und ökologischen Problemen andererseits. Das Spiel wird von der kanadischen Medienförderung CMF/FMC mitfinanziert, vom kanadischen Filmboard ONF/NFB und der Firma Toxa produziert. Hier geht es zum Spiel.

Teersandvorkommen können im Tagebau und durch unterirdische Verfahren abgebaut werden. Beide Möglichkeiten sind in unserer Grafik dargestellt. Um daraus für den Menschen nutzbares Rohöl zu gewinnen, wird der Teersand in mehreren Stufen gefiltert und chemisch verändert. Der Verarbeitungsprozess ist in der zweiten Grafik zu sehen.

Eines der bedeutendsten Vorkommen an Teersand befindet sich in Kanada. Der reale Ort Fort McMurray dient als Vorbild für das Doku-Spiel Fort McMoney, in dem der Spieler sich entscheiden kann zwischen wirtschaftlichem Fortschritt auf der einen Seite und sozialen und ökologischen Argumenten andererseits.