PrivatisierungBund startet milliardenschweren Verkauf des Energiekonzerns Uniper

Lesezeit: 5 Min.

Der Energiekonzern Uniper beliefert etwa 1000 Stadtwerke und Industriebetriebe mit Erdgas.
Der Energiekonzern Uniper beliefert etwa 1000 Stadtwerke und Industriebetriebe mit Erdgas. Federico Gambarini/dpa

Interessenten können sich bis Mitte Juni bei der Regierung melden. Um weiter eine sichere Gasversorgung zu garantieren, will Finanzminister Lars Klingbeil jedoch ein Faustpfand behalten.

Von Björn Finke und Claus Hulverscheidt, Düsseldorf/Berlin

SZ bei Google bevorzugen

Es war höchste Eile geboten, als die Bundesregierung Ende 2022 bei Uniper einsprang. Allein in jenem Jahr hatte der Düsseldorfer Energiekonzern wegen ausbleibender Gaslieferungen aus Russland einen Verlust von 19 Milliarden Euro eingefahren, nun drohte die Pleite. Mehr als 1000 Stadtwerke und Industriebetriebe hätten ihren Gasversorger verloren, die Zukunft Dutzender Kraftwerke und Gasspeicher in Konzernbesitz wäre offen gewesen. Der Ampelregierung aus SPD, FDP und Grünen blieb kaum eine Wahl: Mit 13,5 Milliarden Euro stützte der Bund den Versorger und nahm ihn zu 99 Prozent in Besitz.

Zur SZ-Startseite

ExklusivEnergiewende
:„Deutschland wird noch in 20 Jahren Erdgas brauchen“

Uniper ist größter Gasimporteur des Landes. Nach Russlands Lieferstopp musste der Konzern mit Milliarden gerettet werden. Firmenchef Lewis spricht über die Zukunft des klimaschädlichen Erdgases – und über die von Unipers Atomkraftwerken.

SZ PlusInterview von Björn Finke

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: