Strom:Die Energiewende stockt: Ohne Strategie kein Kraftwerk

Strom: Hochspannungsleitung bei Köln: Woher kommt künftig der Strom? Es müssen neue Gaskraftwerke gebaut werden, doch mit welchem Geld.

Hochspannungsleitung bei Köln: Woher kommt künftig der Strom? Es müssen neue Gaskraftwerke gebaut werden, doch mit welchem Geld.

(Foto: IMAGO/Christoph Hardt)

Seit Monaten ringt die Koalition um einen Plan, wann, wo und wie in Deutschland neue Gaskraftwerke gebaut werden sollen. Nun werden die potenziellen Bauherren langsam nervös.

Von Michael Bauchmüller und Björn Finke, Berlin/Düsseldorf

Der Industrie-Club in Düsseldorf ist ein Salon mit viel Geschichte, auch berüchtigter, schließlich traf sich Adolf Hitler hier 1932 mit Größen der Wirtschaft. An diesem Abend im Januar aber geht es im Industrie-Club um die Zukunft - die Zukunft der Stromversorgung. Denn Michael Lewis ist zu Gast, der Chef des Energiekonzerns Uniper. Das in der Krise verstaatlichte Unternehmen möchte klimafreundliche Gaskraftwerke bauen, die auch Wasserstoff verfeuern können, doch Lewis hat ein Problem: Das lohnt sich nur mit staatlicher Förderung, und die Bundesregierung hat sich bislang nicht auf das Konzept einigen können. "Ohne festen Rahmen für die Vergütung wird niemand in Deutschland in neue Gaskraftwerke investieren", klagte der Brite.

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