Unicef:Ernährung von Kindern gefährdet

Wenn die Schule geschlossen bleibt, kommt nicht nur die Bildung, sondern oft auch die Ernährung von Kindern zu kurz. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind weltweit mehr als 39 Milliarden Schulmahlzeiten aufgrund von Schulschließungen ausgefallen. Das zeigt ein am Donnerstag veröffentlichter Bericht der Hilfsorganisation Unicef und des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP). Betroffen seien davon weltweit 370 Millionen Kinder, die im Durchschnitt rund 40 Prozent ihrer Schulmahlzeiten verpasst hätten. Für viele der Kinder seien diese Schulmahlzeiten ein Hauptbestandteil ihrer täglichen Ernährung. Außerdem bestehe Schätzungen zufolge die Gefahr, dass 24 Millionen Schulkinder aufgrund der Pandemie die Schule abbrechen. Schulmahlzeitenprogramme könnten Anreize für die bedürftigsten Kinder bieten, in die Schule zurückzukehren. "Nahrhafte Schulmahlzeiten zu verpassen, gefährdet die Zukunft von Millionen der ärmsten Kinder der Welt. Wir riskieren, eine ganze Generation zu verlieren", warnt WFP-Direktor David Beasley.

© SZ vom 29.01.2021 / slb
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