Umweltkatastrophen – Ixtoc I

Juni 1979

Bei dem Unglück auf der mexikanischen Ölplattform Ixtoc I in der Bucht von Campeche strömten 400.000 Tonnen Öl ins Meer. Der Unfall war bis zu der Explosion der Bohrinsel Deepwater Horizon - gemessen an den ausgetretenen Ölmengen - die zweitgrößte Ölkatastrophe der Geschichte. Schlimmer war nur noch die Ölpest im Golfkrieg von 1991, bei der 800.000 Tonnen Öl ins Meer gelangten - möglicherweise aber noch viel mehr.

Vieles erinnert dabei an den aktuellen Fall Deepwater Horizon: Nach dem Wechsel eines Förderrohrs traten aus der Quelle Ixtoc I unkontrolliert Gas und Öl aus, die Plattform des mexikanischen Staatskonzerns Pemex explodierte und versank im Meer. Bis das Loch in der Erde nach zwei Entlastungsbohrungen geschlossen werden konnte, quoll neun Monate lang Rohöl heraus, das bis an die texanische Küste gespült wurde. Mexikos Regierung lehnte eine Entschädigung für die Zerstörungen indes ab. 

Bild: ag.ap 1. Juni 2010, 19:032010-06-01 19:03:44 © sueddeutsche.de/nog/hgn/bgr