Umstrittenes US-Projekt:Geplante Ölpipeline nimmt wichtige Hürde

Öl-Pipeline in North Dakota, USA

Kostet etwa 5,2 Milliarden Euro: Die Keystone-XL-Pipeline von Kanada zum Golf von Mexiko.

(Foto: REUTERS)

2700 Kilometer ist sie lang und soll Rohöl von Kanada an den Golf von Mexiko bringen: Der Bau der Keystone-XL-Pipeline quer durch die USA wird wahrscheinlicher. Doch Umweltschützer warnen.

Die umstrittene Ölpipeline von Kanada zum Golf von Mexiko kann nach jahrelangem Streit möglicherweise doch gebaut werden. Die geplante Keystone-XL-Pipeline habe keine maßgeblichen Auswirkungen auf die Umwelt, stellte das US-Außenministerium in einem Bericht zu dem Milliardenprojekt fest.

Mit dem Bericht nimmt das Projekt eine wichtige Hürde. Denn US-Präsident Barack Obama hat signalisiert, der Pipeline grünes Licht zu geben, sofern der CO2-Ausstoß dadurch nicht maßgeblich erhöht wird. Vor zwei Jahren hatte er den Bau der 2700 Kilometer langen Röhre gestoppt, weil mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Anwohner und die Umwelt nicht ausreichend geprüft werden konnten.

Regierungssprecher Jay Carney sagte kürzlich, die Studie bedeute aber noch keine Entscheidung darüber, ob die Pipeline gebaut wird. Mit dem sieben Milliarden Dollar (5,2 Mrd. Euro) schweren Projekt will das verantwortliche Unternehmen TransCanada aus Teersand gewonnenes Öl quer durch die USA transportieren.

Umweltschützer warnen, dass bei dieser Art der Ölgewinnung dreimal mehr Treibhausgase freigesetzt werden als bei der konventionellen Förderung. Über das Projekt, das mehrere tausend Arbeitsplätze bringen könnte, wird seit mehr als fünf Jahren gestritten.

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