Umstrittenes Pestizid:Geheimsache Glyphosat

  • Das Ackergift Glyphosat ist umstritten: Es besteht der Verdacht, es könne Krebs auslösen.
  • Eine Studie kommt wiederum zu der Einschätzung, das Pestizid sei ungefährlich. EU-Behörden verweigern aber Einblick in den Bericht.
  • Kritiker haben dafür kein Verständnis: Transparenz liege im öffentlichen Interesse.

Von Silvia Liebrich

Seit ein Krebsforschergremium der Weltgesundheitsorganisation (IARC) nachdrücklich vor den Gefahren des Ackergifts Glyphosat warnt, geraten deutsche und EU-Behörden immer mehr unter Druck. Sie verweigern den Zugang zu einem Risikobericht, der zu einer ganz anderen Einschätzung kommt, nämlich der, dass das Pestizid harmlos sei. Rückendeckung bekommen die Behörden von der EU-Kommission. Die ließ nun mitteilen, dass der umstrittene Bericht vollständig der Geheimhaltung unterliege. Begründet wird das unter anderem damit, dass er Geschäftsgeheimnisse enthalte, außerdem gebe es kein öffentliches Interesse an einer Offenlegung. Das geht aus einem Schreiben der EU-Kommission an die gentechnikkritische Organisation Testbiotech hervor, das der SZ vorliegt.

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