Die Menschen in Deutschland sind in Summe so reich wie nie – doch knapp 24 Prozent der Haushalte hierzulande verfügen nach eigenen Angaben nicht über Ersparnisse, die in einer Notlage schnell verfügbar wären. Das hat eine Umfrage der Direktbank ING ergeben. Als Hauptgründe nennen die Betroffenen zu geringes Einkommen sowie Preissteigerungen bei den Kosten für das tägliche Leben. Immerhin sinkt der Anteil derjenigen, die sich zur Gruppe der Nichtsparer zählen, in den seit 2013 erhobenen Daten seit Jahren. Vor fünf Jahren lag er noch bei mehr als 30 Prozent.72 Prozent der Befragten legen vor allem deswegen Geld zurück, weil sie sich für mögliche Schwierigkeiten wappnen wollen. Auch Reisen (46 Prozent) oder anstehende größere Ausgaben (44 Prozent) sind häufig genannte Gründe für das Sparen.
Bei mehr als der Hälfte der Befragten mit Ersparnissen würden diese nach eigener Einschätzung mindestens ein halbes Jahr lang ausreichen, wenn das Einkommen wegfallen sollte. 41 Prozent gehen davon aus, dass sie ein Jahr oder länger von ihren Rücklagen zehren könnten.
Zahlen der Bundesbank zufolge summierte sich das Geldvermögen der Privathaushalte in Deutschland zum Ende des dritten Quartals 2024 auf den Rekordwert von gut neun Billionen Euro.
