ArbeitsmarktDie steuerfreie Überstunde ist eine „Einladung zum Tricksen“

Lesezeit: 3 Min.

Spätabends noch im Büro - das soll begünstigt werden: Würden viele bereits Beschäftigte länger arbeiten, hätte das ökonomisch einen beachtlichen Effekt.
Spätabends noch im Büro - das soll begünstigt werden: Würden viele bereits Beschäftigte länger arbeiten, hätte das ökonomisch einen beachtlichen Effekt.
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Das ist mal ein kreativer Vorschlag der Ampel-Regierung: Wer Überstunden macht, soll künftig Steuern sparen. Doch da gibt es ein Problem.

Von Bastian Brinkmann, Berlin

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Christian Lindner hatte es schon im Fernsehen gesagt: Er würde den Deutschen gerne „Lust machen auf die Überstunde“ – und zwar, indem sich diese Extraarbeit künftig steuerlich lohnt. Nun haben die Spitzen der Ampel-Regierung tatsächlich entschieden, dass Zuschläge* für Überstunden steuerfrei werden sollen. Auch die Sozialbeiträge entfallen demnach, in der bezahlten Überstunde am Arbeitsplatz gilt dann für die Zuschläge: brutto gleich netto. Wo es Zuschläge gibt, liegen diese laut Gewerkschaftsangaben oft zwischen zehn und 25 Prozent.

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