ReisenUrlaub in Deutschland so beliebt wie noch nie

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Deutsche machten 2025 offenbar gern Urlaub im eigenen Land – wie hier am Strand von Norderney.
Deutsche machten 2025 offenbar gern Urlaub im eigenen Land – wie hier am Strand von Norderney. Hauke-Christian Dittrich/dpa
  • 2025 gab es in Deutschland mit knapp 500 Millionen Übernachtungen einen neuen Rekord, 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Der Anstieg liegt vor allem an Campingplätzen. In Hotels gab es weniger Übernachtungen.
  • Deutsche Gäste machten fast 85 Prozent aller Übernachtungen aus, internationale Gäste kamen weniger als im Vorjahr.
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2025 gab es fast 500 Millionen Übernachtungen hierzulande. Wer für den neuen Rekord verantwortlich ist und welche Orte besonders profitieren.

Im vergangenen Jahr haben so viele Gäste an deutschen Tourismuszielen übernachtet wie noch nie. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes zählten die größeren Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Betten zusammen knapp 500 Millionen Übernachtungen. Es waren 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wo ebenfalls der Rekord gebrochen wurde.

Besucherstärkster Monat war der August, dort gab es knapp 60 Millionen Übernachtungen. Zum Rekord beigetragen hat aber vor allem auch ein starker Jahresendspurt: Im Dezember gab es etwa 32 Millionen Übernachtungen, etwa 1,1 Millionen mehr als im Vorjahr.

Vor allem mehr Übernachtungen auf Campingplätzen

Die höhere Zahl der Übernachtungen liegt vor allem an Campingplätzen. Hier stieg die Zahl der Übernachtungen um 4,2 Prozent, während die Hotellerie einen Rückgang um 0,4 Prozent registrierte. Zum Rekord beigetragen haben vor allem Gäste aus dem Inland: Deutsche machten fast 85 Prozent aller Übernachtungen aus. Dieser Anteil ist größer als im Vorjahr. Internationale Gäste kamen weniger – das liegt aber auch an der Fußball-Europameisterschaft, die 2024 viele Menschen nach Deutschland gelockt hat.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) erwartet für das laufende Jahr 2026 wieder eine steigende Nachfrage aus dem Ausland. Sie sähen unter anderem Deutschlands Preis-Leistungs-Verhältnis als gute Ausgangslage im internationalen Wettbewerb, sagte DZT-Chefin Petra Hedorfer.

Der Deutsche Tourismusverband (DTV) warnt hingegen vor Investitionslücken bei der touristischen Infrastruktur. Gäste erwarteten verlässliche Busse und Bahnen sowie barrierefreie Sehenswürdigkeiten. Außerdem setzten Touristen auf gepflegte Rad- und Wanderwege sowie saubere Strände und Städte. „Angesichts leerer Kassen in den Kommunen blicken wir jedoch mit Sorge in die Zukunft, ob die Infrastruktur den Ansprüchen der Reisenden weiter gerecht werden kann“, sagte DTV-Präsident Reinhard Meyer.

© SZ/dpa/wesjo - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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