Die Schweizer können stolz sein auf ihre UBS, möchte man meinen. Die größte Bank des Landes übernahm 2023 in scheinbar selbstloser Weise die strauchelnde Credit Suisse und bewahrte die Schweiz und den Rest der Welt vor einem Finanzcrash. Inzwischen weiß man, dass der UBS die Übernahme geschäftlich gut bekommt. Außerordentliche Gewinne im Zusammenhang mit der Übernahme trieben den zuvor dümpelnden Aktienkurs nach oben: Das in Werbeanzeigen sich selbst zugeschriebene Renommee als gediegener und diskreter Vermögensverwalter strahlt ungebrochen in die Welt. Dass UBS-Boss Sergio Ermotti in der Schweiz 2023 zum „Leader des Jahres“ ausgezeichnet wurde und mit einer Jahresvergütung von 14,4 Millionen Franken zugleich zum bestbezahlten Chef einer Großbank in Europa avancierte, rundet das Bild eines respektablen Kreditinstituts ab.
BankenExperten wollen harte Strafen für Wiederholungstäter
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Die meisten internationalen Großbanken waren mehrfach in kriminelle Geschäfte verwickelt. Auch die Schweizer UBS. Aktivisten fordern deshalb, das Institut vom lukrativen US-Pensionsmarkt auszuschließen. Der Fall könnte Signalwirkung haben.
Von Meike Schreiber, Markus Zydra, Frankfurt
