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Fracht-Vermittlung:Uber steigt in den Güterverkehr ein

Der deutsche Lkw-Markt ist von mittelständischen Unternehmen mit eigenen Flotten geprägt.

(Foto: Robert Haas)
  • Uber will in Deutschland den Güterverkehr effizienter organisieren.
  • Der US-Konzern startet hierzulande seinen Dienst "Uber Freight", der in den USA bereits erfolgreich Speditionen und Kunden verbindet.

Der Fahrdienstvermittler Uber dehnt sein Angebot in Deutschland auf den Lastwagenverkehr aus. Bald startet der Dienst "Uber Freight", der mit einer App Speditionen und deren gewerbliche Kunden verbindet. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. In Deutschland ist in dem Geschäft bereits unter anderem die Plattform Cargonexx aktiv. Uber wirbt damit, den Markt effizienter zu organisieren, auf dem Lastwagen nach wie vor etwa ein Fünftel ihrer Fahrstrecke leer zurücklegten.

Uber betreibt dieses Geschäft bereits in den USA und in den Niederlanden und erweitert seine Frachtvermittlung nun auf Europas größte Volkswirtschaft. Deutschland nimmt im Straßengüterverkehr auf dem Kontinent eine zentrale Rolle ein: Nach Firmenangaben steht Deutschland für ein Fünftel des 450 Milliarden Euro schweren europäischen Marktes.

Der US-Konzern ist neben dem Kerngeschäft mit der Vermittlung von Fahrdiensten unter anderem auch als Anbieter von Leih-Fahrrädern und in der Essenszustellung aktiv.

Uber macht in den USA bereits 125 Millionen Dollar im Quartal

Uber ist nicht die erste Online-Plattform, die in der Vermittlung von Lkw-Fahrten in Europa ein lohnendes Geschäft wittert. Das Berliner Startup-Unternehmen Sennder sammelte für einen ähnlichen Dienst vor Kurzem rund 60 Millionen Euro bei Investoren ein, darunter der Finanzinvestor Lakestar.

In den USA erwirtschaftet Uber Freight mit den Vermittlungsprovisionen Quartalsumsätze von mehr als 125 Millionen Dollar. Im Unterschied zum europäischen Markt, der von mittelständischen Unternehmen mit eigenen Lkw-Flotten geprägt ist, arbeiten jedoch in Nordamerika viele Fahrer mit ihrem Truck auf eigene Rechnung.

© SZ.de/reuters/vit
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