Social Media:Twitter geht nicht mehr gegen Desinformation zu Corona vor

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Social Media: Nach der Übernahme von Twitter durch Elon Musk kommt das Unternehmen nicht zur Ruhe.

Nach der Übernahme von Twitter durch Elon Musk kommt das Unternehmen nicht zur Ruhe.

(Foto: Dado Ruvic/Reuters)

Entsprechende Richtlinien werden nicht länger umgesetzt, teilt das Unternehmen mit. Derweil kritisiert ein ranghoher Ex-Mitarbeiter die Sicherheit der Plattform unter Elon Musk. Das Abo-Modell Twitter Blue startet angeblich am Freitag - aber nicht für alle.

Der Kurznachrichtendienst Twitter geht unter seinem neuen Eigentümer Elon Musk offenbar nicht länger gegen die Verbreitung von Falschinformationen über die Corona-Pandemie vor. Auf einer Transparenz-Webseite teilt der Konzern mit, diese neue Richtlinie gelte seit dem 23. November. Nach Angaben des Unternehmens waren wegen Verstößen gegen diese Vorgaben bislang an die 100 000 Inhalte entfernt und mehr als 11 000 Nutzerkonten gesperrt worden.

Diese Nachricht kommt zu Zeiten einer Warnung aus dem Umfeld des Unternehmens. Twitter ist nach den Worten des ehemaligen Leiters des Bereichs "Vertrauen und Sicherheit" unter dem neuen Eigentümer Elon Musk nicht sicherer geworden. Der Konzern habe nicht mehr genug Personal für die Sicherheitsarbeit, sagte Yoel Roth am Dienstag in seinem ersten Interview seit seinem Rücktritt diesen Monat. Roth hatte nach der Übernahme der Social-Media-Plattform durch Musk noch getwittert, dass sich die Sicherheit unter dem Tesla-Gründer in einigen Punkten verbessert habe. Auf einer Journalistenkonferenz sagte er nun auf die Frage, ob er immer noch dieser Meinung sei: "Nein."

Android-Nutzer müssen wohl warten

Der Kurznachrichtendienst versucht derweil, mithilfe des verifizierten Abo-Modells Twitter Blue das schwindende Vertrauen der Nutzer in die Sicherheit wieder herzustellen. Das Sicherheitszertifikat soll nun am Freitag eingeführt werden, allerdings nur für die iOS-Mobilsoftware von Apple, berichtet die Nachrichtenseite The Information am Dienstag unter Berufung auf eine mit den Plänen vertraute Person. Da Twitter das Abo-Angebot über ein Update der iOS-App ausrolle, benötigte das Unternehmen die Zustimmung von Apple als Teil des Überprüfungsprozesses, hieß es in dem Bericht. Die Android-Version werde erst später aktualisiert. Twitter reagierte nicht sofort auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

Musk hatte zuvor Apple in einer Reihe von Tweets beschuldigt, Twitter ohne Angaben von Gründen im App Store zu sperren und dass der iPhone-Hersteller seine Werbung auf der Social-Media-Plattform eingestellt habe. Apple setze Twitter mit der Forderung nach Moderation von Inhalten unter Druck, schrieb Musk.

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