Touristik:Was die Sanktionen gegen Mordaschow für Tui bedeuten

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Touristik: Die Aktionärsstruktur beeinflusse die Geschäftstätigkeit nicht, kommentiert der hannoversche Tui-Konzern die Causa Mordaschow.

Die Aktionärsstruktur beeinflusse die Geschäftstätigkeit nicht, kommentiert der hannoversche Tui-Konzern die Causa Mordaschow.

(Foto: Julian Stratenschulte/picture alliance/dpa)

Die Menschen wollen reisen, eigentlich sieht alles nach einem guten Neustart für das Unternehmen aus. Doch die Sanktionen gegen Russland bringen Deutschlands größten Touristikkonzern in eine schwierige Lage.

Von Lea Hampel, Mauritius Much, Klaus Ott, Sonja Salzburger und Meike Schreiber

Mittlerweile liegt sie im Hafen von Wladiwostok: die Yacht Nord, mehr als 500 Millionen Euro teuer, mit zwei Hubschrauberlandeplätzen, Pool, Sauna und Kino. Immerhin das Schicksal dieses Stückes Besitz des russischen Oligarchen Alexej Mordaschow ist nun vorerst geklärt. Über andere Teile des Vermögens des reichen Russen kann man das kaum sagen. Rund 15 Jahre lang galt Mordaschow als "Stabilitätsanker" der Tui, des größten deutschen Touristikkonzerns, mit etwa 7200 Arbeitsplätzen in Deutschland und nach eigenen Angaben rund 50 500 Mitarbeitern weltweit. Das hat sich Anfang März geändert. Im Kontext der Sanktionen hat Mordaschow seinen Sitz im Aufsichtsrat aufgegeben und den Großteil seiner Tui-Anteile an ein Unternehmen namens "Ondero Limited" verkauft. Rein formal gehören nun knapp 30 Prozent der Tui seiner Ehefrau Marina Mordaschowa. Doch wie es mit dem Konzern und seiner Großaktionärin weitergeht, ist offen - und das nach zwei Jahren, in denen die Bundesrepublik das Unternehmen mit 4,3 Milliarden Euro Staatshilfen und zusätzlich mit Kurzarbeitergeld unterstützt hat.

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