TourismusSchleppendes Sommergeschäft bei Tui, aber Plus bei Kreuzfahrten

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Das „Mein Schiff 3“ gehört zur Flotte von Tui Cruises, der Kreuzfahrtsparte von Tui.
Das „Mein Schiff 3“ gehört zur Flotte von Tui Cruises, der Kreuzfahrtsparte von Tui. Imago/Michael Bihlmayer

Der Reisekonzern verzeichnet steigende Gewinne, doch die Weltlage bremst die Reiselust der Deutschen, zumindest bei manchen Zielen.

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Steigende Preise für Urlaubsreisen und der Trend zur Personalisierung haben den Gewinn beim Reisekonzern Tui in die Höhe getrieben. Das bereinigte Betriebsergebnis stieg von April bis Juni um 38 Prozent auf 321 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Umsatz legte leicht um sieben Prozent auf 6,2 Milliarden Euro zu. Was das Geschäft in den kommenden Monaten betrifft, ist Tui optimistisch: Die Jahresprognose hob der Konzern auf neun bis elf Prozent Gewinnwachstum statt bisher sieben bis zehn an.

Im für Tui wichtigen Segment der Kreuzfahrten wirkten sich zwei neue Schiffe, die hohe Auslastung und die gestiegenen Preise wachstumsfördernd aus. Auch Hotels und Resorts konnten etwas höhere Preise durchsetzen. Da mit Ostern die erste größere Reisesaison in diesem Jahr später als im vergangenen Jahr war, verschoben sich rund 30 Millionen Euro Gewinn vom ersten ins zweite Quartal.

Das Sommergeschäft verläuft für Tui in Deutschland eher schleppend, während es in Großbritannien, dem zweiten großen Absatzmarkt des Unternehmens, besser läuft. Die Buchungen von Kundinnen und Kunden aus Deutschland liegen fünf Prozent unter Vorjahr. Das liege zum einen an der Hitzewelle in Europa, die Urlaub am Mittelmeer weniger attraktiv macht, heißt es von Tui. Man vermarkte deshalb stärker Angebote in der Nebensaison, um saisonal unabhängiger zu werden. So reicht die Saison in Griechenland etwa bis in den November.

Zuletzt bremste auch der Krieg im Nahen Osten die Nachfrage nach Reisen in die Region. Einen deutlichen Rückgang gibt es in Deutschland außerdem bei USA-Reisen. Spezialisierten Veranstaltern zufolge haben Kunden seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump weniger Lust auf Reisen in die Vereinigten Staaten.

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