TTIP-Debatte Der Freihandel beruht auf einer weltfremden Theorie

Proteste gegen TTIP in Rom.

(Foto: dpa)

Durch Abkommen wie TTIP sollen alle Staaten profitieren. Doch die Sache hat einen Haken.

Von Andreas Zielcke

Auf den ersten Blick wirkt die Debatte um das transatlantische Freihandelsabkommen absurd. Ist der universale Güterverkehr nicht längst Selbstverständlichkeit? Seit zwei, drei Jahrzehnten lautet das wirtschaftspolitische Mantra, dass die "Globalisierung" ein unausweichliches Faktum sei. Weltweiter Kapitalmarkt, transnationale Direktinvestitionen, globale Arbeitsteilung, Handels- und Rohstoffkreisläufe. Wie kann man da noch streiten über die Berechtigung von Freihandel?

Nicht zuletzt die EU funktioniert als Freihandelszone. Wenn jetzt auch der ohnehin schon so dichte Austausch von Gütern und Kapital zwischen Europa und Amerika ...