TaiwanTrump-Äußerungen belasten Chip-Aktien

Der republikanische Präsidentschaftskandidat hatte in einem Interview angedeutet, dass eine Regierung unter seine Führung Taiwan nur dann militärischen Schutz vor China gewähren würde, wenn dafür Geld fließt.

Äußerungen von Donald Trump und die Aussicht auf eskalierende Handelskonflikte zwischen den USA und China haben bei Aktien von Chipherstellern in Taiwan heftige Kursausschläge ausgelöst. Der republikanische Präsidentschaftskandidat hatte in einem Interview angedeutet, dass eine Regierung unter seine Führung Taiwan nur dann militärischen Schutz vor China gewähren würde, wenn Taiwan dafür Geld bezahlt.

China betrachtet den Inselstaat als Teil des eigenen Territoriums und droht in den vergangenen Jahren immer wieder mehr oder weniger offen damit, die Taiwan-Frage militärisch zu lösen. Die politische Lage rund um Taiwan spielt auch für die Weltwirtschaft eine wichtige Rolle, weil das Land ein wichtiger Computerchip-Exporteur ist.

Nach Trumps Äußerungen am Mittwoch gaben die Aktien des in Taiwan ansässigen Chipherstellers TSMC stark nach. Auch am Donnerstag fielen sie weiter, obwohl das Unternehmen starke Quartalszahlen vorlegte. Der anhaltend hohe Bedarf an Hochleistungsprozessoren für künstliche Intelligenz bescherte TSMC einen überraschend deutlichen Gewinnsprung von 36 Prozent auf fast sieben Milliarden Euro. TSMC plant bekräftigte seine Expansionspläne im Ausland, die auch ein neues Werk in Dresden vorsehen, dessen Bau noch dieses Jahr beginnen soll.

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