Tourismus:Sauerland statt Bali

Lesezeit: 7 min

Margit und Marla Heuser

Auf der weißen Bank in ihrem Garten fotografieren Margit und Marla Heuser normalerweise ihre Lieblingsgäste. Für das Foto haben sie selbst dort Platz genommen.

(Foto: Anja Estepp/oh)

Margit Heuser hat mit ihrer Tochter Marla mitten in der Corona-Krise ein Hotel zu eröffnen. Ausgerechnet ein Hotel - doch die Entscheidung bereut sie nicht.

Von Sonja Salzburger, Willingen

Margit Heuser hätte es einfacher haben können "Wir hatten alle Schwierigkeiten, die man nur haben kann", sagt die 65-Jährige über den Start in ihr neues Leben. Im Frühjahr 2020 brachen der Trainerin für Reisebüros corona-bedingt alle Aufträge weg. Aber Heuser hat ein Leben lang viel gearbeitet. Acht Reisebüros hat sie geleitet, sie an Tui verkauft und sich anschließend als Seminarleiterin und Coach einen Namen gemacht. Nach einem erfolgreichen Berufsleben hätte sie jetzt eigentlich in Rente gehen und sich einen Traum erfüllen können: auswandern und ein kleines Häuschen in einem spirituellen Zentrum auf Bali kaufen. Etwa 40 000 Euro hätte das gekostet, die Pläne waren mal recht konkret. Dann hätte sie endlich wieder Zeit für ihre Hobbies gehabt: Malen und Yoga. Stattdessen hat Margit Heuser etwas getan, von dem ihr viele Menschen abgeraten haben. Gemeinsam mit ihrer 24-jährigen Tochter Marla hat sie mitten in der Corona-Krise ein Hotel gekauft. Ausgerechnet ein Hotel.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Interview mit Sido
"Mein Problem war selbst für die Profis relativ neu"
Medizin
Wie die Art der Geburt den Immunschutz prägt
Erbschaft
Jetzt noch schnell das Haus verschenken
Smiling women stretching legs on railing; Dehnen
Gesundheit
"Der Schlüssel zu mehr Beweglichkeit ist der hintere Oberschenkel"
fremdgehen
Untreue
"Betrogene leiden unter ähnlichen Symptomen wie Traumatisierte"
Zur SZ-Startseite