Japans Wirtschaft ist im ersten Quartal des Jahres geschrumpft, allerdings nicht so stark wie zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verringerte sich von Januar bis März um 0,2 Prozent, wie die revidierten Daten des Kabinettsbüros zeigten. Die ursprüngliche Schätzung lag bei 0,7 Prozent. Der private Konsum, der mehr als die Hälfte der Wirtschaftsleistung ausmacht, war stärker als zunächst angenommen und legte leicht um 0,1 Prozent zu. Im Vergleich zum Vorquartal - der in Europa üblichen Berechnung der BIP-Daten - stagnierte die japanische Wirtschaft.
Die revidierten Daten verstärken trotzdem die Befürchtung der Analysten, dass die japanische Wirtschaft bereits vor dem von US-Präsident Donald Trump im April gestarteten globalen Handelsstreit an Aufschwung verloren hatte.
Die US-Zölle gegen Japan treten im Juli in Kraft und betragen 24 Prozent. Es sei denn, es gelingt dem Land noch, zu verhandeln. Japan ist bemüht, Washington davon zu überzeugen, seine Autohersteller von den Zöllen zu befreien, denn die Automobilindustrie ist Japans größter Wirtschaftszweig. Japans Zollunterhändler Ryosei Akazawa plant für Ende dieser Woche seinen sechsten Besuch in den USA zu weiteren Verhandlungen, wie die Nachrichtengentur Kyodo News unter Berufung auf eine Regierungsquelle berichtete.
