Mit der Zeit mag vieles verloren gegangen sein von der Idylle rund um den Bahnhof Hoya in Tokio. Aber der Landwirt Choji Takada, 60, hat auch etwas gewonnen dadurch, dass jetzt Apartmentgebäude aufragen, wo sich in seiner Jugend Ackerland erstreckte. Aufmerksamkeit nämlich für seine Arbeit als Gemüseproduzent. Denn wer kann schon von sich behaupten, ein Feld an einer Eisenbahnstation mitten im Wohngebiet der japanischen Hauptstadt zu haben? „Bevor die Straße am Bahnhof kam, war es normal, dass Felder zwischen den Einfamilienhäusern liegen“, sagt er. Das 1000 Quadratmeter große Gemüsefeld seiner Familie fiel kaum auf. Heute ist das anders.
JapanDie letzten Äcker von Tokio
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Choji Takada versorgt seine Nachbarn mit Gemüse und hält seinen Betrieb am Leben, indem er seine Felder vermietet. Aber auch er kann nicht verhindern, dass Japans Hauptstadt immer grauer wird.
Von Thomas Hahn, Nishitokyo

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