IndustrieSie nannten sie Auftragskillerin

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Marie Jaroni im Duisburger Stahlwerk von TKSE: Die Managerin ist schon die dritte Vorstandschefin in weniger als zwei Jahren.
Marie Jaroni im Duisburger Stahlwerk von TKSE: Die Managerin ist schon die dritte Vorstandschefin in weniger als zwei Jahren. TKSE

Marie Jaroni führt Deutschlands größten Stahlkonzern TKSE durch die Krise. Sie streicht Tausende Stellen – und hat trotzdem das Vertrauen der Gewerkschaft. Wie macht sie das?

Von Björn Finke, Duisburg/Essen

Dieses Stahlwerk hat die Ausmaße einer Kleinstadt, und es ist eine Stadt, die niemals schläft. Ständig scheppert und rumst es auf dem zehn Quadratkilometer großen Gelände. Güterloks ziehen Waggons mit flüssigem glühendem Eisen, das Schienennetz umfasst 470 Kilometer. Am werkseigenen Rheinhafen entladen Schiffe Erz oder Kohle. Die Dampfwolken der Kokerei sind von Weitem zu sehen. Und wenn in den Hochöfen nachts die Schlacke abgestochen wird, glüht der Himmel über dem Duisburger Norden. Marie Jaroni ist gerne und häufig auf dem Gelände unterwegs. Die 41-Jährige ist so etwas wie die Bürgermeisterin dieser Kleinstadt: Seit November leitet sie als Vorstandschefin Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE), Deutschlands größten Stahlkonzern.

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