IndustrieWieso ein umstrittener Investor bei Deutschlands größtem Stahlkonzern aussteigt

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Das Stahlwerk von TKSE am Rhein in Duisburg: Inder wollen den Branchenprimus kaufen.
Das Stahlwerk von TKSE am Rhein in Duisburg: Inder wollen den Branchenprimus kaufen. (Foto: Olaf Döring via www.imago-images.de/imago images/Olaf Döring)

Thyssenkrupp sucht Käufer für die kriselnde Stahltochter TKSE. Der tschechische Milliardär Daniel Křetínský gibt nun seinen Minderheitsanteil zurück – und macht so den Weg frei für Bieter aus Indien.

Von Björn Finke, Düsseldorf

Die Zukunft von Deutschlands größtem Stahlhersteller Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) mag weiterhin offen sein. Zumindest ist jetzt aber klar, dass der umstrittene tschechische Milliardär Daniel Křetínský keine Rolle darin spielen wird. Der TKSE-Mutterkonzern Thyssenkrupp in Essen verkündete jetzt, dass Křetínský seinen 20-Prozent-Anteil an der Tochter zurückgeben werde und den Kaufpreis erstattet bekomme. Darauf hätten sich beide Seiten „einvernehmlich geeinigt“. Stattdessen wird sich das Thyssenkrupp-Management „auf die Gespräche mit Jindal Steel International“ konzentrieren, heißt es in der Mitteilung. Der indische Stahlkonzern gab vor drei Wochen überraschend ein unverbindliches Angebot zum Kauf von TKSE ab, einer Duisburger Firma mit 26 000 Beschäftigten.

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