Der kriselnde Mischkonzern Thyssenkrupp will seine Werftensparte an die Börse bringen – und wegen dieses Plans erhielt das Management kürzlich ein forsch formuliertes Schreiben aus Berlin. Nach SZ-Informationen erklärte Vizeadmiral Carsten Stawitzki, Abteilungsleiter Rüstung im Bundesverteidigungsministerium, in dem Brief vom 15. Juni: „Der Bund wird keine Sicherheitsvereinbarung akzeptieren, die unsere Kernforderungen nicht erfüllt.“ Und weiter: „Unsere nationalen Sicherheitsinteressen sind nicht verhandelbar.“ Konkret geht es darum, dass die Bundesregierung mit Thyssenkrupp eine Vereinbarung über die Werftentochter TKMS – früherer Name: Thyssenkrupp Marine Systems – abschließen will. Der Vertrag soll garantieren, dass Deutschlands Interessen nach einem Börsengang von TKMS gewahrt bleiben.
VerteidigungRegierung will Garantien bei Börsengang von U-Boot-Werften
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Die Werftengruppe TKMS ist Weltmarktführer für nicht atomgetriebene U-Boote. Die Firma soll nun an die Börse gehen. Die Bundesregierung will Deutschlands Interessen mit einer besonderen Vereinbarung wahren.
Von Björn Finke und Georg Ismar, Berlin/Düsseldorf
