Eigentlich wollte die Bundesregierung den Einsatz von Antibiotika in Tierställen deutlich reduzieren. Gelungen ist ihr das jedoch nur zum Teil. Das geht aus einem internen Bericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums hervor, der NDR und SZ vorliegt. Er zeigt: Am hohen Einsatz von Antibiotika in der Hühner- und Putenhaltung sowie in der Kälbermast hat sich in den vergangenen Jahren kaum etwas geändert. Damit hat die Bundesregierung ihr Ziel verfehlt, das sie sich mit einer Reform des Arzneimittelgesetzes vor fünf Jahren gesetzt hatte.
Tiermast:Landwirte setzen immer noch zu viele Antibiotika ein
In der Geflügelhaltung und der Kälbermast sank der Antibiotika-Einsatz kaum.
(Foto: picture alliance / dpa)- Ein interner Bericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums zeigt, dass Antibiotika immer noch in großen Mengen eingesetzt werden.
- Eigentlich wollte die Bundesregierung mit neuen Regeln bewirken, dass der Einsatz sinkt.
- Doch offenbar hat sich vor allem in der Hühner- und Putenhaltung sowie in der Kälbermast in den vergangenen Jahren kaum etwas geändert hat.
Von Oda Lambrecht und Silvia Liebrich
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