Wirtschaftspolitik:Wie die Wutrede des Börsenchefs die Wirtschaft aufmischt

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Theodor Weimer ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse und hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in einer Wutrede harsch kritisiert. (Archivbild) (Foto: Andreas Arnold/picture alliance/dpa)

Theodor Weimer hat für eine harsche Abrechnung mit Wirtschaftsminister Habeck viel Applaus von rechts bekommen. Ist das eine Einzelmeinung? Oder setzen sich deutsche Unternehmen über die Politik hinweg?

Von Meike Schreiber, Michael Bauchmüller, Caspar Busse, Frankfurt, Berlin, München

Robert Habeck ist am Mittwoch beim Wirtschaftsrat der CDU zu Gast. Er soll hier in einem Berliner Nobelhotel eine Rede auf dem „Wirtschaftstag 2024“ halten, süffisanter Weise im Saal „Deutsche Börse“. Doch bevor er auftritt, ergreift Astrid Hamker das Wort, die Chefin des Wirtschaftsrats. „Ich könnte als Bundeswirtschaftsministerin nicht mehr ruhig schlafen“, sagt sie. Die Lage im Land sei „ernst, dramatisch und besorgniserregend“. Aber sie gibt Habeck dafür nicht die Schuld. Der habe schließlich gerade noch den Weg frei gemacht für die lang umstrittene Speicherung von Kohlendioxid. Der Empfang ist insgesamt eher freundlich.

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