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Themen & Trends:Fernseher, Chips und Facebook

In der Krise kaufen die Deutschen teure Fernseher. China scheitert mit einem großen Projekt zur Chip-Fertigung. Und Facebook baut auch einen digitalen Assistenten.

Aufgerüstet: Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr zu einem Verkaufsschub bei Fernsehern, Laptops und Monitoren sowie Küchentechnik geführt. Dabei wurden bei TV-Geräten nicht nur mehr, sondern auch teurere Modelle gekauft, so der Branchenverband GFU. Der Absatz von Fernsehern stieg 2020 in Deutschland um 11,2 Prozent auf 7,2 Millionen Geräte. Der Umsatz legte unterdessen um 13,3 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro zu. Einen kräftigen Schub gab es auch bei Technik zum Arbeiten und Lernen zuhause. Der Absatz von Computermonitoren schoss um fast 60 Prozent auf knapp 4,2 Millionen Geräte hoch. Bei Notebooks gab es ein Plus von rund 24 Prozent auf 4,9 Millionen Stück.

Nachgemacht: Facebook versucht, einen eigenen Sprachassistenten zu etablieren. Zunächst auf den VR-Brillen der Tochterfirma Oculus können Nutzer Funktionen der Software mit dem Weckwort "Hey Facebook" auslösen, kündigte das Online-Netzwerk an. Die Fähigkeiten der Assistenzsoftware sind zum Anfang auf einige Aufgaben eingeschränkt. So kann man per Sprache ein Spiel starten, sich anzeigen lassen, wer von den Freunden online ist, oder einen Screenshot machen.

Zugemacht: Das ehrgeizige Ziel der chinesischen Regierung, eine eigene Chipfertigung aufzubauen, ist krachend gescheitert. Die Wuhan Hongxin Semiconductor Manufacturing Company (HSMC) hat ihre Mitarbeiter zur Kündigung aufgefordert, dem Unternehmen war bereits Ende vergangenen Jahres das Geld ausgegangen. Schuld an dem Milliarden-Desaster waren nicht nur die Pandemie und der Handelsstreit mit den USA, sondern offenbar auch Missmanagement.

© SZ vom 03.03.2021 / dpa/ma
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