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Themen & Trends:Abgehört und angekündigt

Dave Limp, bei Amazon für den Sprachassistenten Alexa zuständig, findet es in Ordnung, dass die Gespräche von Nutzern mit Alexa mitgeschnitten werden. Und Tim Cook will die Apple Card nach Deutschland bringen.

Abgehört: Der Online-Konzern Amazon verteidigt die umstrittene Praxis, einige Mitschnitte von Unterhaltungen mit seiner Sprachassistentin Alexa auch von Menschen auswerten zu lassen. "Wir sind sehr überzeugt, dass der Service besser wird, wenn die Kunden es uns erlauben, die Daten für seine Verbesserung zu nutzen", sagte Amazons Geräte- und Dienstechef Dave Limp am Montag am Rande der Gründermesse Bits & Pretzels in München. Limp räumte allerdings auch ein, dass es ein Fehler gewesen sei, die Nutzer nicht ausdrücklich darauf hinzuweisen. Für die Zukunft arbeite das Unternehmen nun daran, Alexa für längere Gespräche mit Nutzern fit zu machen. "In fünf bis zehn Jahren werden Sprachassistenten mehr Unterhaltungen führen", so Limp. Derzeit seien die Interaktionen noch eher auf einzelne Aufgaben fokussiert. Auch hier gebe es ein Spannungsfeld zwischen Datenfreigabe und Qualität der Dienste: "Wenn man jeden Tag die Daten löschen würde, wäre der Service nicht so gut."

Angekündigt: Die Kreditkarte Apple Card soll nach Deutschland kommen. Das erklärte der Konzernchef Tim Cook in einem Gespräch mit der Bild-Zeitung. Man wolle die Karte, die an das iPhone gekoppelt und bisher nur für den amerikanischen Markt verfügbar ist, gerne überall anbieten. Allerdings müsse solch ein Bankprodukt Land für Land eingeführt werden, weil Banken und Vorschriften sich unterscheiden, sagte Cook. In den USA wird die Apple Card seit August 2019 in Zusammenarbeit mit der Bank Goldman Sachs ausgegeben. Wann genau die Kreditkarte hierzulande verfügbar wird, sagte Cook allerdings nicht.