Reiseleiter Nakin Akom hat an diesem Samstag um zehn Uhr Zeit, und schon das könnte ein Symptom für das aktuelle Problem des Tourismus in Thailand sein. Ist Samstagvormittag nicht ein typischer Sightseeing-Termin? Ist einer wie Nakin Akom, 62, Thailänder mit Deutsch-Kenntnissen und seit 28 Jahren Fremdenführer beim deutschen Touristik-Unternehmen Tui, da nicht normalerweise mit Reisenden aus Europa unterwegs? Nakin Akom kann jedenfalls nicht sagen, dass die Geschäfte gerade glänzend laufen. Der Iran-Krieg kostet Gäste und Einnahmen. „Durch den Krieg sind die Flugtickets teurer geworden, deshalb kommen weniger Leute, das ist sehr traurig“, sagt er. Außerdem funktionierten Reise-Angebote mit Umstiegen in Dubai zuletzt nicht, weil iranische Vergeltungsangriffe auch die Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten bedrohten.
TourismusWie Thailands Reisebranche in die nächste Krise rutscht
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Weniger Masse, mehr Qualität: Thailand will sich als Urlaubsland neu erfinden. Doch mit dem Krieg im Nahen Osten steigen Kosten und Zweifel – und die Gäste bleiben weg.
Von Thomas Hahn, Bangkok