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Nachhaltigkeit:Erst Palmöl, dann Pizzabox

Eine Plantage der "Thai Eastern Group" in der Provinz Chonburi, in Thailand. Die Bauern hier bekommen Fördergelder, wenn sie statt Zuckerrohr oder Eukalyptus Pflanzen für die Palmöl-Gewinnung anbauen.

(Foto: TEPP)

Eine kleine Fabrik in Thailand verarbeitet die Reste der Ölpflanze zu Verpackungsmaterial. Es ist der Versuch, einen umstrittenen Rohstoff nachhaltiger zu nutzen. Die Idee dafür hatte ein Deutscher.

Von David Pfeifer, Bangkok

Es kommt eher selten vor, dass jemand etwas Gutes über Palmöl sagt. Meistens wird es zitiert, um zu erklären, was alles falsch läuft, in den Wertschöpfungsketten der globalisierten Welt. Europäer wollen ihre Nutella streichzart genießen, ihr Duschgel geschmeidig auf der Haut spüren und ihr Sandwich zart am Gaumen. Man braucht Palmöl aber auch, um Kerzen, Kunststoffe, Farben und Lacke herzustellen, es wird in der Kosmetik- und Reinigungs-Industrie eingesetzt. Der Bedarf steigt von Jahr zu Jahr, obwohl eigentlich jeder weiß, dass es so nicht weitergehen kann. Die Folge: Brandrodungen und Orang-Utan-Waisen in Borneo, Ausbeutung von Arbeitern in Malaysia und Indonesien. Allein in Indonesien, dem größten Hersteller, wurden 2020 etwa 40 Millionen Tonnen Öl aus der Palmnuss gewonnen und in die Welt verteilt. Deutschland importiert davon etwa 275 000 Tonnen. Regenwald in der Größe von etwa 20 Fußballfeldern wird jeden Tag abgeholzt, um den stetig steigenden Konsum zu befriedigen.

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