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S Plaid:Neues Tesla-Modell fängt Feuer

Brennender Tesla S Plaid in Pennsylvania

Der Anwalt des Fahrers hat dieses Bild veröffentlicht. Der Fahrer hatte den Wagen erst drei Tage vorher bekommen.

(Foto: Geragos & Geragos/Reuters)

Der Fahrer habe sich nur knapp retten können: Ein Foto zeigt den Luxuswagen von Tesla als Feuerball.

Ein gerade ausgeliefertes neues Tesla-Topmodell "S Plaid" ist nach Angaben eines Anwalts in Flammen aufgegangen. Der Fahrer, ein Unternehmenschef, habe sich nur unter Einsatz von Gewalt aus dem brennenden Fahrzeug retten können, weil das elektrische Türschloss blockierte, erklärte dessen Anwalt Mark Geragos am Freitag. Der Wagen sei kurz nach dem Anrollen in einem Wohngebiet in Pennsylvania zu einem Feuerball geworden. "Das war eine grauenhafte und entsetzlich Erfahrung", sagte Geragos. Tesla nahm dazu auf Anfrage nicht unmittelbar Stellung.

Der neueste Luxuswagen des US-Elektroautokonzerns wird erst seit Juni ausgeliefert. Mit einem Preis ab umgerechnet 109 000 Euro und rasanter Beschleunigung konkurriert S Plaid zum Beispiel mit dem Porsche Taycan. Pro Woche sollen 1000 Exemplare vom Band rollen. Das Topmodell ist damit nicht von der Stückzahl, aber als Imageträger wichtig für die Kalifornier. Denn mit der wachsenden Konkurrenz müsse Tesla stärker darum kämpfen, dass die Kunden nicht zu anderen Marken wechseln, sagte Ed Kim von den Marktforschern von Auto Pacific zur Weltpremiere Mitte Juni.

Tesla-Chef Elon Musk hatte das Modell bei der Vorstellung in seiner bekannt saloppen Art angepriesen. Das Auto wäre der Hammer, das tollste in jeder Hinsicht. Denn es beweise, dass ein emissionsfreies Auto das schnellste und sicherste sein könne. Model S Plaid sei "schneller als jeder Porsche und sicherer als jeder Volvo." Die Entwicklung der Batterie sei wegen Sicherheitsfragen aufwendiger gewesen.

Der Fall werde jetzt untersucht, erklärte der Anwalt weiter. Er forderte Tesla auf, das Modell vom Markt zu nehmen, bis die Ursachen des Brandes klar wären. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA erklärte, sie werde den Fall untersuchen und eingreifen, wenn die Öffentlichkeit geschützt werden müsse. Die Behörde prüfte schon rund zwei Dutzend Unfälle, einige davon mit Todesopfern, von Tesla-Fahrern aufgrund der automatisierten Fahrfunktion.

© SZ/Reuters
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