bedeckt München 29°

Automobilindustrie:Behörden lenken im Streit mit Tesla ein

FILE PHOTO: Tesla's primary vehicle factory reopens in Fremont

Elon Musk hatte sich über die Vorschriften des Landkreises Alameda, Kalifornien, hinweggesetzt - nun darf das Werk in Fremont wohl ganz offiziell wieder öffnen.

(Foto: REUTERS)

Zum Schutz der Arbeiter hatte der zuständige Landkreis in Kalifornien das Werk in Fremont schließen lassen. Elon Musk setzte sich über das Verbot hinweg und drohte - offenbar mit Erfolg.

In der Tesla-Fabrik in Fremont, Kalifornien, dürfen die Arbeiter laut einem internen Bericht ab kommenden Montag wieder ganz offiziell die Arbeit aufnehmen. Tesla habe den Arbeitern mitgeteilt, man habe die Erlaubnis der Behörden, das Werk wiederzueröffnen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

In der vergangenen Woche hatte Elon Musk damit gedroht, das Tesla-Hauptquartier in Palo Alto in einen anderen Bundesstaat zu verlegen. Er reagierte damit auf die Beschränkungen, die kalifornische Behörden zum Schutz der Arbeiter vor Covid-19 erließen und die die kurzzeitige Schließung des Werks bedeutet hatten. Musk setzte sich über die Vorgaben des Landkreises hinweg und ließ die Fabrik entgegen aller Vorschriften schon in der vergangenen Woche wiedereröffnen.

In einer E-Mail an die Mitarbeiter, die von Bloomberg zitiert wird, heißt es, die Firma habe nun die offizielle Erlaubnis des Gesundheitsministers des zuständigen Landkreises Alameda, um mit der Arbeit fortzufahren.

In der Nachricht an die Mitarbeiter schrieb Laurie Shelby, Teslas Vizepräsidentin für Gesundheit und Sicherheit, dass die örtlichen Behörden das Werk besucht hätten und man deswegen die volle Unterstützung zur Wiederaufnahme der Produktion in der kommenden Woche erhalten habe. Im Tesla-Werk in Fremont arbeiten um die 10 000 Mitarbeiter.

© SZ.de/ bloomberg/tmh
Tesla-Chef Elon Musk 2020 in Washington

Tesla
:Elon Musk bricht alle Regeln

Der Tesla-Chef lässt wieder Autos bauen - entgegen der Vorschriften, die der zuständige Landkreis in Kalifornien zum Schutz der Arbeitnehmer vor Covid-19 erlassen hatte. Er bringt damit sein Lebenswerk in Gefahr.

Von Thomas Fromm und Claus Hulverscheidt

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite