Telekommunikation - Neschwitz:Scheuer fordert Tempo beim Breitbandausbau

Bautzen
Andreas Scheuer spricht in einem Zelt im Schloss und Park Neschwitz. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa (Foto: dpa)

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Neschwitz (dpa/sn) - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) pocht auf ein hohes Tempo beim Breitbandausbau in Deutschland. Auch eine neue Bundesregierung - egal in welcher Konstellation - müsse die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land ganz vorn auf der Agenda haben, sagte Scheuer am Dienstag bei einer Festveranstaltung in Neschwitz bei Bautzen. Man habe erlebt, wie wichtig digitale Teilhabe sei. Mit jedem Kilometer Glasfaser verlege man Chancen zur Teilhabe. "Wir wollen Gigabits immer und überall in Deutschland." Der ländliche Raum habe viel aufzuholen, jetzt komme man einen wirklichen Schritt vorwärts.

Im Landkreis Bautzen wurde das bundesweit größte Ausbauprojekt in Regie der Telekom und zu einem kleinen Teil auch des Unternehmens Sachsen Energie am Dienstag offiziell vollendet. Dabei wurden 12 000 Kilometer Glasfaser verlegt und rund 60 000 Haushalte und Unternehmen in 55 Kommunen an das schnelle Internet angeschlossen. Nach Angaben des Landkreises lagen die Gesamtkosten bei rund 200 Millionen Euro. Scheuer sprach im Zusammenhang mit Bautzen von einem der größten Projekte dieser Art in Europa. Insgesamt stünden 12 Milliarden Euro Bundesmittel für die Breitbandförderung in Deutschland bereit, neun Milliarden davon seien bewilligt. Bundesweit gebe es 2400 Ausbauprojekte für 2,7 Millionen Anschlüsse.

"Wir werden eine Veränderung der Arbeitswelt erleben. Wir werden nicht nur in den Metropolregionen und in den großen Städten unter der Woche im Büro sitzen", sagte Scheuer und hob damit die Bedeutung der Digitalisierung hervor. Deutschland sei eine "Gigabit-Gesellschaft" und der Landkreis Bautzen dabei ganz vorn marschiert.

Nach den Worten des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) ist der Breitbandausbau die zwingende Voraussetzung dafür, dass Unternehmen wachsen und sich neue ansiedeln können. Der Landkreis Bautzen sei das Projekt mit großer Verve angegangen. Dies sei nun auch beim Strukturwandel im Zusammenhang mit dem Kohleausstieg gefragt. "Es ist eine riesige Chance, die die Lausitz so noch nie gehabt hat. Lassen sie uns daraus etwas machen", sagte Kretschmer.

© dpa-infocom, dpa:211012-99-571264/2

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