Süddeutsche Zeitung

Einzelhandel:Telekom schließt jeden fünften Shop

Der Konzern will so etwa 800 Stellen einsparen, betriebsbedingte Kündigungen soll es jedoch nicht geben.

Die Deutsche Telekom will knapp hundert ihrer noch über 500 Telekom-Shops in Deutschland schließen. Das liege am "Online-Boom" und dem veränderten Verhalten von Kunden, erklärte der Bonner Konzern am Dienstag. So kämen immer weniger Kunden in die Innenstädte, gleichzeitig steige die Zahl der Online-Bestellungen.

Einem Telekom-Sprecher zufolge geht der Umbau auch mit einem Abbau des Personals einher. Etwa 20 Prozent der Stellen und damit etwa 800 Mitarbeiter sind demnach betroffen. Der Abbau solle sozialverträglich erfolgen, betriebsbedingte Kündigungen seien bis zum Ende der Umstrukturierung ausgeschlossen. Stattdessen sollen die Stellen über Abfindungen, Altersteilzeit oder Wechsel auf andere Jobs im Konzern eingespart werden. Die Gewerkschaft Verdi, die daran beteiligt war, den Umbau möglichst sozialverträglich zu gestalten, begrüßte die Einigung.

Trotz der Schließung der knapp 100 Läden werden laut dem Konzern künftig 86 Prozent der Kunden einen Telekom Shop in weniger als 20 Kilometern erreichen können. Zudem solle das Zusammenspiel von stationären und digitalen Vertriebswegen verbessert werden. Darüber hinaus gebe es weiterhin zahlreiche Franchise-Filialen und Partner-Shops, die Telekom-Produkte anbieten.

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