Öko-Taxonomie:Wie Atomkraftwerke "grün" wurden

Lesezeit: 4 min

Öko-Taxonomie: Kernkraftwerk in Frankreich: Eine große Mehrheit der EU-Abgeordneten wünscht sich, dass Investitionen in solche Anlagen künftig als grün gelten.

Kernkraftwerk in Frankreich: Eine große Mehrheit der EU-Abgeordneten wünscht sich, dass Investitionen in solche Anlagen künftig als grün gelten.

(Foto: GillesPaire/imago images/Panthermedia)

Die EU-Abgeordneten sprechen sich überraschend klar für das umstrittene Ökosiegel für Kern- und Gaskraftwerke aus. Kritiker sind sauer - und sehen das Gesetz auch als Verrat an der Ukraine an.

Von Björn Finke und Matthias Kolb, Straßburg/Brüssel

Um 12:18 Uhr brandet der Applaus auf im Plenarsaal in Straßburg, aber nur auf der rechten Seite. Dort sitzen im Europaparlament aus Sicht von Präsidentin Roberta Metsola die Christdemokraten der Europäischen Volkspartei (EVP), die rechtskonservativen Europäischen Konservativen und Reformer (EKR) sowie die hartrechte ID-Fraktion, zu der auch die AfD gehört. Sie haben dafür gesorgt, dass das umstrittene, von der EU-Kommission beschlossene Taxonomie-Gesetz nicht zurückgewiesen wird. Investitionen in Gas- und Atomkraftwerke gelten damit unter gewissen Umständen als nachhaltig; von Januar an könnten sich Aktien der Betreiberfirmen in Ökofonds finden.

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